Mediation für die Bau- und Immobilienwirtschaft
Konfligtmanagement am Bau
zur außergerichtlichen Streitbeilegung
– im Team und zwischen Unternehmen –
Eine Mediation
Eine Mediation ist ein freiwilliges, strukturiertes, modernes und cleveres Verfahren, um einen Streit zu lösen.
Sie ist außergerichtlich, sie ist vertraulich und es gibt keine Verlierer!
Das Ziel ist es, eine einvernehmliche Lösung zu erarbeiten – schriftlich und somit rechtsverbindlich! Die Lösung kommt von den Konfliktparteien, den Medianten. Sie kommt nicht vom Mediator.
Die Schuldfrage spielt bei einer Mediation keine Rolle – nur die Lösung ist wichtig. Eine Mediation ist für alle freiwillig und kann von jedem jederzeit beendet werden.
Mit einer Mediation finden Sie faire Lösungen für alle.
Der Baumediator
Der Mediator führt durch den Mediationsprozess und sorgt für einen geordneten, respektvollen und fairen Ablauf.
Er hat eine zentrale Rolle, in der er allparteilich ist und als Vermittler beide Streitparteien gleichermaßen bei der Lösungsfindung des Konflikts unterstützt.
Der Mediator ist per Gesetz zur Verschwiegenheit verpflichtet. Er hat keine Entscheidungsmacht und ist kein Schiedsrichter.
Er analysiert die Konflikte, fördert mit speziellen Lösungstechniken die Kommunikation und hilft Missverständnisse zu klären. Der Mediator führt die Parteien zu gemeinsam entwickelten und nachhaltigen Lösungen.
Auf Wunsch können mit dem Mediator auch Einzelgespräche stattfinden, sofern alle Konfliktparteien dem zustimmen.
Vorteile der Mediation gegenüber einem Gerichtsprozesses
keine Verlierer
Eine Mediation ist eine Lösung ohne Verlierer. Vor Gericht verliert fast immer eine Partei.
nur ca. 3% der Kosten eines Gerichtsverfahrens
Eine Mediation ist immer deutlich kostengünstiger als ein gerichtliches Verfahren. Sehr oft kostet sie gerade mal 3% der Kosten eines Gerichtsprozesses.
Beispiel
Nehmen wir bei einem Konflikt eines Bauprojektes einen Streitwert von
z.B. 1 Mio. € an.
Bei einem möglichen Gerichtsverfahren liegen die Gesamtkosten im günstigsten Fall bei mind. 50 Tsd. €. Der Richter fällt ein Urteil, das Ihnen gefällt, oder auch nicht. Die Kosten können jedoch leicht – je nachdem wie viele Instanzen durchlaufen werden – bei über 150-200 Tsd. € liegen. Ihr eigener Zeitaufwand ist da noch nicht eingepreist.
Bei einem Mediationsverfahren werden die Kosten in der Regel immer
unter 10 % der oben genannten Mindestkosten bleiben.
Läuft ein Gerichtsprozess längere Zeit bzw. über mehrere Instanzen, kostet eine Mediation gerade mal noch ca. 3% des Gerichtsverfahrens.
Auch die von Ihnen investierte Zeit bleibt überschaubar. Ein Mediationsverfahren kann in 1-2 Monaten abgeschlossen sein, wobei im Gegensatz dazu ein Baurechtsstreit von 3 Jahren durchaus üblich ist und auch 5-6 Jahre keine Seltenheit sind.
schneller
Sie ist sehr viel schneller als jedes gerichtliche Verfahren. Mediationen können oft in wenigen Sitzungen abgeschlossen werden, während Gerichtsverfahren oft Jahre dauern.
Beziehung gerettet
Mediationen enden in ca. 80% der Fälle im Konsens und die Parteien können sich wieder gelöst in die Augen schauen. Die Beziehung ist bewahrt.
keine Lösung „von oben“
Die Parteien entwickeln gemeinsam eine selbstbestimmte Lösung – statt eines diktierten Urteils „von oben“. Dadurch entsteht auf allen Seiten eine höhere Zufriedenheit und Akzeptanz.
Sensibles bleibt geschützt
Eine Mediation ist absolut vertraulich. Im Gegensatz zum Gerichtsverfahren, das grundsätzlich öffentlich ist. Sensible Informationen bleiben geschützt.
nachhaltig
Das Ergebnis einer Mediation entsteht einvernehmlich. Deshalb wird es eher eingehalten als ein “von oben” aufgezwungenes Gerichtsurteil.
keine emotionale Belastung
Gerichtsprozesse belasten oft und führen zu weiterem Streit. Eine Mediation ermöglicht faire Gespräche auf Augenhöhe.
vorausschauend
Es sind individuelle und kreative Lösungen möglich, die auch für die Zukunft oft tragfähig sind. Weitere Konflikte können dadurch unterbunden werden.
unbürokratisch
Die Gespräche in der Mediation sind verständlich und menschlich. Sie unterliegen nur wenigen formalen Regeln und orientieren sich an den Befürfnissen der Beteiligten.
Ist Mediation bei einer Streitigkeit im Bauprojekt oder
innerhalb eines Projektteams im Unternehmen
überhaupt geeignet?
Ja natürlich, gerade da!
Mediation ist im Baukonflikt nicht nur geeignet, sondern oft die BESTE Option.
Mediation hat sich im Bauwesen etabliert und wird regelmäßig eingesetzt. In Bau- und Immobilienprojekten sind oft zahlreiche Akteure beteiligt. Faktoren wie Zeit- und Kostendruck, komplexe Verträge, anspruchsvolle Bauausführungen und hohe Qualitätsanforderungen enden immer wieder im Streit.
Mediationen funktionieren hier deshalb so gut, weil sie schnell sind und pragmatische Lösungen bieten. Die Zusammenarbeit der Beteiligten nach der Mediation kann wieder reibungslos laufen.
kein Baustopp – keine Vertragsstrafen – kein Imageschaden
alles ist freiwillig
Ihre Rolle im Projekt ist hierbei unerheblich.
Egal ob Sie Bauherr, Bauträger, Investor, Projektentwickler, Projektsteuerer, Handwerker, ausführende Firma, Architekt, Planer, Makler, Käufer, Mieter, Verwalter, Vertreter einer WEG oder Behörde oder eine sonstige baubeteiligte Person sind, jeder kann eine Mediation initiieren.
Genauso erfolgreich werden Mediationen bei Konflikten innerhalb von Unternehmen, zum Beispiel in Projektteams, eingesetzt. Oft kommt hierbei der Vorgesetzte auf den Mediator zu.
Baukonflikt, Immobilienkonflikt, …
Konflikte, die häufig vorkommen
Vertrags- und Vergabestreitigkeiten
- Auslegung von Bauverträgen, unklare Leistungsschnittstellen
- Vertragsverletzungen
- Planungsänderungen, Umplanungen
- Nachträge und Mehrkostenforderungen
- Vergabeentscheidungen und Bieterkonflikte
- Unstimmigkeiten bezüglich Vergütung und Honorar
Termin- und Ablaufprobleme
- Bauverzögerungen bzw. Terminüberschreitungen
- Koordinationsprobleme zwischen Gewerken
- Behinderungsanzeigen oder In-Verzug-Setzungen
- Baustillstände
- Projektabbruch
Qualitäts- und Mängelkonflikte
- Mängel in der Bauausführung
- Planungsfehler
- Mängelbeseitigung
- Verantwortung für Fehlerquellen
- Haftungsansprüche, Gewährleistungsfälle und Schadensersatzforderungen
Baukosten- und wirtschaftliche Konflikte
- Kostenüberschreitungen
- Insolvenz einzelner Beteiligter
- Finanzierungsprobleme
Zahlungs- und Abrechnungsstreit
- Streit bezüglich Abschlagszahlungen oder Schlussrechnungen
- Einbehalte, Sicherheiten
- Streit über Leistungsbewertungen
Konflikte in einem Projektteam innerhalb eines Unternehmens
- Rollen- und Aufgabenverteilung
- Zielkonflikte zwischen verschiedenen Abteilungen
- Persönliche Spannungen und Kommunikationsprobleme
- Zeit- und Leistungsdruck
- Führungsfragen
- Kulturelle oder standortbedingte Unterschiede
Kommunikation und Zusammenarbeit
- Störungen im Verhältnis Bauherr – Planer – Unternehmer
- Verantwortlichkeitskonflikte
- Vertrauensverlust
- Konflikte im Projektteam
Planungs- und Genehmigungskonflikte
- Unklare Zuständigkeiten zwischen Architekten, Fachplanern und Bauherr
- Änderungswünsche
- Konflikte mit Behörden oder Prüfinstanzen
Nachbarschafts- und Standortstreit
- Lärm, Staub, Erschütterungen und anderes
- Grenzabstände, Wegerechte, Leitungsrechte
- Nutzungskonflikte bei Immobilien
Nutzung und Betrieb von Immobilien
- Miet- und Pachtstreitigkeiten
- Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen
- Streit innerhalb von Eigentümergemeinschaften (WEG)
Kauf- bzw. Verkaufskonflikt
- Streit über Kaufpreis, Wertgutachten…
- Kaufvertragsbedingungen
- Maklerprovisionen
- Haftung für Lasten und Pflichten (z. B. Grunddienstbarkeiten, Altlasten…)
- Mängel, verdeckte Mängel…
- Minderung, Schadensersatz, Rückabwicklung…
Wussten Sie das?
✓ Eine Wirtschaftsmediation ist in ca. 80% der Fälle erfolgreich! Dies ermittelt eine Analyse der Deutschen Gesellschaft für Mediation e.V.
✓ In derselben Studie wird die durchschnittliche Verfahrensdauer einer Mediation mit nur 6,3 Wochen angegeben.
✓ Über 25% aller Zivilprozesse vor Gericht befassen sich mit Baustreitigkeiten. Dies berichtet die Nachrichtenseite handwerk.de
✓ Die meisten Rechtsschutzversicherungen übernehmen heute schon die Kosten einer Mediation.
✓ Am 26. Juli 2012 ist in Deutschland das Mediationsgesetzt in Kraft getreten, womit die Qualität der Mediationsausbildung auf einem hohen Niveau festgelegt wurde.
