Der teuerste Fehler im Bauprojekt liegt meist nicht an Technik oder Bauablauf
In Besprechungen großer Bauprojekte beobachte ich immer wieder dasselbe:
Es wird intensiv über Planungsdetails, Bauablauf oder Nachträge diskutiert. Jeder erklärt seine Sicht. Jeder hat nachvollziehbare Argumente.
Und trotzdem verlässt die Runde den Raum ohne eine gemeinsame Entscheidung. Die offenen Punkte werden vertagt.
Nicht selten wird daraus ein Terminproblem.
Das überrascht mich nicht.
Nach vielen Jahren als Bau- und Projektleiter weiß ich, dass die Beteiligten nicht absichtlich gegeneinander arbeiten. Sie tragen unterschiedliche Verantwortung und betrachten dieselbe Situation deshalb aus verschiedenen Blickwinkeln.
Der Projektleiter denkt an Termine. Der Planer an die Planung. Die ausführende Firma an die Ausführung und der Auftraggeber an Kosten und Budget.
Früher habe ich in solchen Besprechungen vor allem nach einer schnellen Lösung gesucht.
Heute stelle ich mir als Mediator zuerst eine andere Frage:
Worüber wird hier wirklich gestritten?
Denn häufig geht es um mehr als Termine, Nachträge oder Planungsdetails. Es geht um fehlendes Vertrauen, unterschiedliche Erwartungen oder darum, dass sich Beteiligte nicht ernst genommen fühlen.
Hier beginnt Mediation.
Erst wenn diese Punkte sichtbar werden, entsteht die Grundlage für tragfähige Entscheidungen.
Ein Mediator kann Besprechungen strukturieren und schafft den Rahmen, in dem aus unterschiedlichen Sichtweisen tragfähige Lösungen entstehen können.
Mir hilft dabei die Verbindung aus langjähriger Baupraxis und professioneller Mediationstechnik.
Welche Erfahrung haben Sie in schwierigen Baubesprechungen gemacht?




